Lappland Reise Travel-Blog

Lappland Reise Logbuch #3

Los geht es nach Lappland! Das Auto ist gepackt, gut vorbereitet und wir noch müde. Warum? Um den sogenannten Trängselskatt (City-Maut) von Stockholm zu vermeiden, haben wir uns dafür entschieden, früh am Morgen loszufahren.

Unser erstes Ziel auf dem Weg nach Lappland war „Umeå“ in Västerbotten Län und ca. 640 km von Stockholm entfernt. Dort haben wir uns für eine Nacht im „STF Vandrahem“ von Umeå ein Zimmer gebucht um nicht die ganze Strecke nach Jokkmokk in einer Tour durchzufahren. Von Stockholm aus folgt man nur der Autobahn „E4“ mit maximal 120 km/h in Richtung „Luleå“ und  vorbei an den Städten Uppsala, Gävle, Söderhamn, Hudiksvall, Sundsvall und Örnsköldsvik.

So ungefähr ab „Gävle“, bekam man nun auch den Schnee zu sehen, den man in Stockholm bisher vermisst hatte und einen Eindruck von dem, was uns erwarten sollte im Norden von Schweden. Dennoch war es für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm in ganz Schweden, wie wir es im Wetterbericht immer wieder gesehen haben. Vor unserer Abreise lagen die Temperaturen in Lappland nur so um die -10 Grad, denn gewöhnlich ist es hier um diese Zeit noch viel Kälter.

Umeå

Wir wollten noch vor Einbruch der Dunkelheit in „Umeå“ ankommen um noch bei Tageslicht etwas von der kleinen Stadt sehen zu können. Aber das Ziel haben wir leider verfehlt, weil es zu langsam vorwärts ging auf der Strecke und hier in „Umeå“ die Sonne um ca 14:30 Uhr schon unter geht. Nach ca. 8 Stunden Autofahrt, sind wir dann endlich in „Umeå“ am STF Vandrahem etwas erschöpft aber wohl behalten angekommen. Nachdem wir eingecheckt haben und unsere Sachen im Zimmer verstaut haben, sind wir gleich auf Erkundungstour durch die für uns neue Stadt gegangen.

„Umeå“ ist eine kleine und schöne Universitätsstadt mit ca. 85.000 Einwohner. Sie wird in Schweden auch die Stadt der Birken genannt, weil hier nach einem verheerenden Brand um 1888 eine Allee mit 3000 Birken zum Schutz vor neuen Bränden angelegt wurde. Die Stadt war 2014 „Kulturhauptstadt Europas“ und wurde entsprechend renoviert, was uns sofort auffiel. Wir schlenderten durch die Stadt und gingen zum Abschluss des Tages in eine Bierkneipe um noch etwas zu essen und zu trinken. Deutsches Bier ist teuer hier in Schweden!

Der nächste Tag brachte uns nach einem guten Frühstück im Vandrahem, wieder auf die Autobahn E4. Das nächste Ziel war nun das UNESCO Weltkulturerbe „Luleå Gammelstadt-Kyrkstad“. Von „Umeå“ aus war das ca. 270 km entfernt und in ca 3-4 Stunden erreichbar. Der kleine Peugeot schnurrte die Strecke entlang ohne besondere Vorkommnisse und um die Mittagszeit erreichten wir dann „Luleå“.

Luleå Kyrkstad

Luleå

„Luleå“ ist eine Stadt in der Provinz Norbotten und hat ca. 76.000 Einwohner. Hier steht ein großes Stahlwerk und Facebook hat hier mit 28.000 Quadratmetern Fläche einen Serverpark aufgebaut, weil es hier so schön kühl ist. Ende des 19.Jahrhunderts wurde „Luleå“ zu einem wichtigen Exporthafen in Nord-Schweden und Gammelstad (Alte Stadt) ist das alte Zentrum von „Luleå“ und in ihr befindet sich auch das alte Kirchendorf „Kyrkstadt“ Hier kann man 405 rote Hütten sehen, die für die Menschen gebaut wurden, die am Gottesdienst in Luleå teilnehmen wollten. Die Gäste konnten sich hier ein Zimmer oder eine ganze Hütte mieten für diese Zeit. In Schweden gab es viele dieser Siedlungen, aber diese hier ist die besterhaltenste von allen und deswegen seit 1996 auf der Liste der UNESCO Weltkulturerben. „Gammelstad-Kyrkstad“ liegt etwas außerhalb der Stadt und ist gut für uns Autofahrer ausgeschildert.

Luleå Kyrkstad

Nachdem wir den schönen Ort besucht hatten, machten wir uns weiter auf die Reise in Richtung „Jokkmokk“. Jetzt ging es auf der Landstraße Nr.97 ca 100 km entlang des Luleåälven ins Landesinnere auf eisigen Straßen. Spannend und neu für uns! Aber wie sich während der Fahrt herausstellte, war dies kein Problem für das Auto und die neuen Winterreifen aus meiner Heimat waren optimal für diese Eis-Piste.

Die Landschaft begrüsste uns mit einer herrlichen Szenerie aus Schnee bedeckten Wäldern und ein von der untergehenden Sonne in rosa und später in gold gefärbter Himmel, was die Stimmung noch mystischer machte. Wir genossen diesen Anblick und freuten uns auf die nächsten Tage hier hoch oben in Schweden.

Lappland Eis-Piste

Ankunft

Nach der langen Reise erreichten wir nun unser Ziel kurz vor „Jokkmokk“ in der Nähe von „Edefors“. Wir bekamen eine Beschreibung der Einfahrt zum Hof unserer Gastgeber per E-Mail, aber wir fuhren trotzdem erst einmal vorbei. Den schneebedeckten grünen Briefkasten sieht man auf dem ersten Blick nicht so einfach, so das wir dann erst einmal wieder ein kurzes Stück zurück mussten um dann die schneebedeckte Einfahrt hinunter zu fahren. Ein Rudel Schlittenhunde, die in ihrem Zwinger auf uns warteten, begrüsste uns aufgeregt mit ihrem Gebell. Ja, hier sind wir richtig! Nach ca. 1000 km sind wir am Ziel!

Die Gastgeberin Conny begrüsste uns herzlich und zeigte uns auch gleich die kleine Hütte, die wir für die Tage hier gebucht haben. Wie von Ihr beschrieben, ist sie einfach ausgestattet mit einem Holzofen und liegt mitten im Schnee am Waldrand. Ein herrliches Bild!

Nachdem wir alle unsere Sachen in die Hütte gebracht haben, wurden wir von Conny & Achim zum Schwedisch-Österreichischen „Fika“ eingeladen um die Tour mit den Hundeschlitten für den nächsten Tag zu durchzugehen. Die beiden Österreicher haben sich dieses Gut vor einigen Jahren gekauft und vermieten nun Ferienhütten hier direkt am Älv (Fluss) an Touristen. Sie haben zahlreiche Hunde für die Schlitten aber auch Hunde, die sie aus ihrer Heimat mitgebracht haben. Die Hunde leben zusammen mit im Haus und wärmen sich ihr kurzes Fell gerne am Holzofen in der Küche.

Achim hat noch mit seinem Schnee-Scooter die geplante Strecke für die Hundeschlittenfahrt  am nächsten Tag kontrolliert, denn manchmal könnte es sein, dass  ein Ast auf der Strecke liegt oder ähnliches meinte er. So ist schon einmal gewährleistet, dass wir freie Fahrt haben für den nächsten Tag. Er zeigte die geplante Strecke auf einer Karte, die wir dann ganz in der Nähe abfahren werden und machte uns schon einmal mit den theoretischen Details der Steuerung eines Hundeschlitten vertraut. Geplant war die etwas größere Tagestour von rund 20 km mit einem Zwischenstopp zum Essen & Trinken an einem Lagerfeuer.

Wir mit dem Gastgeberhund „Humphry“

Die Stimmung war locker und das Ganze war für uns Spannend & Aufregend zugleich! Der Zeitpunkt von der Verwirklichung meines Traumes einer Hundeschlitten-Tour rückte nun immer näher!

So geht es weiter:

Lest und seht im nächsten Blogeintrag von unserer stürmischen Begegnung mit den Grönlandhunden noch am selben Abend,dem putzigen Nachwuchs (Welpen),und unserem Erlebnis der Hundeschlittenausfahrt, durch das magische Lappland. Nächstesmal mit einem Video und natürlich wie immer mit vielen Bildern.

Wir freuen uns, wenn wir dich hier wieder begrüssen dürfen.

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