Fotografieren Reise-Tipps

Die leichte Kamera

Meine Leidenschaft für die Fotografie begleitete mich schon von klein auf. Genauer gesagt wälzte ich als Kind die Fotoalben von meinen Eltern und unseren Familienerlebnissen und spielte mit der Kamera von meinem Vater. In der Schule war ich in der Foto-AG und fand es spannend, in der Dunkelkammer der Schule, die Fototechnik zu erlernen.

Die Technik war zu der Zeit noch analog und teilweise noch nicht in Farbe. Es dauerte über eine Woche in der Drogerie, bis die Filme der Kamera endlich entwickelt waren und wir endlich sehen konnten, ob die Bilder von unseren vielen Reisen und Familientreffen etwas geworden sind oder nicht.

Damals begnügte man sich mit einer einfachen Foto-Kamera für den normalen Gebrauch, die jeder verstehen konnte. Durch den Sucher gucken und Knopf drücken. Manchmal war es nicht mehr und nicht weniger. Kompliziert wurde es nur manchmal beim Film einlegen.

Eine Spiegelreflex-Fotokamera war damals nur etwas für Profis und für den normalen Geldbeutel unbezahlbar. Auch an eine Nachbearbeitung der Bilder, wie heute am Computer, war vor der digitalen Revolution der Kamera noch nicht zu denken.

 

Das digitale Zeitalter

Die digitale Technik veränderte vieles und viele, sowie mich. Meine erste richtige und fortgeschrittene Digitalkamera war eine Lumix FZ30 von Panasonic.  Vorher besaß ich so kleine, kompakte Dinger, die in die Hosentasche passten, aber nicht meinen Erwartungen entsprachen. Für private Schnappschüsse waren sie sicherlich gut geeignet aber für jemanden mit ästhetischen und fortgeschrittenen Erwartungen auf Reisen wohl eher nicht.

Mittlerweile gibt es zahlreiche andere Panasonic-Lumix in der FZ Reihe und das neuste Flagschiff ist die FZ2000

Panasonic DMC-FZ2000

Panasonic DMC-FZ2000

Panasonic Lumix FZ30

Panasonic Lumix FZ30

Die Lumix war mein voller Stolz und kostete mich ein halbes Vermögen in einer Zeit, wo der Geldbeutel noch nicht so voll war. 600 € bezahlte ich für diese Highend Bridgekamera mit 8 Megapixeln und einem nicht austauschbaren Objektiv mit einer Brennweite um die 420 mm. Sie begleitete mich viele Jahre und machte wirklich gute Fotos. Abgelöst wurde sie von einer Canon 1000 D mit zwei Zoomobjektiven. Später kaufte ich noch ein 50 mm Objektiv dazu, was mich bei der Canon noch mehr begeisterte, weil die Bilder mit dem Objektiv  außerordentlich gut wurden.

Zu Fett auf Reisen

Der Nachteil solcher Kameras ist immer die große Größe und das hohe Gewicht, wenn man so wie wir, gerne mehrere Tage wandern gehen. Da der Rucksack eh schon sehr voll ist mit dem nötigsten, wie z. B. Zelt, Schlafsack, Kocher, Essen und Kleidung, so hat man dann noch einen riesen Koloss vor dem Bauch rumhängen. Hinzu kommen die Reserve-Batterien, ein Stativ usw. Kleinkram halt.

Wenn ich doch schon versuche als Lightweight-Backpacker, bei der Wanderausrüstung Gewicht zu sparen, so musste ich auch an die Fotoausrüstung ran. Klein, leicht sollte sie sein und sehr gute Fotos muss sie machen. Das waren meine Erwartungen an eine Wander-Kamera. Zusätzliche muss die Kamera fast alle Einstellungsmöglichkeiten besitzen, wie eine herkömmliche DSLR (Digitale Spiegelreflex). Die Wahl fiel nach langer Suche und Vergleiche im Internet auf die Sony RX 100 M2.

Die edel Kompakt-Kamera

Die kleine Sony Kamera ist mit Highend-Technik auf kleinsten Raum ausgestattet, die einen fortgeschrittenen Hobby Fotografen nicht enttäuschen lässt. Sie liegt mit ihrem kleinen und kompakten Metallgehäuse sehr gut in der Hand und passt zudem ganz leicht in eine Jackentasche oder Rucksack. Die Kamera mach super scharfe Bilder bei einer ausgewogenen Farbwiedergabe und filmt auch noch in Full HD. So konnte ich den Camcorder auch zu Hause lassen.

Die Sony RX100M2 hat:

Einen 20 Megapixel Sensor
Einen 3,6-fach opt. Zoom
Einen 3 Zoll Bildschirm
Eine Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuell
Mögliche ISO-Werte 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600
Nimmt Bilder in JPEG, RAW auf
Eine Videoauflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten
Wiegt 281 Gramm
uvm.

 

Erweiterung

Die Zubehörliste von Sony für die RX100 Serie ist gut bestückt. Man kann einen externe Sucher, einen infrarot Fernauslöser, verschiedene Filter, ein externes Mikrofon, passende Taschen uvm. hinzu kaufen. Mittlerweile hat sich die RX100 Serie von Sony im Laufe der Jahre weiterentwickelt und das neuste Modell kommt wohl 2018 mit der RX100M6 auf den Markt.

 

Nachteile

Wie schon erwähnt, muss man aufgrund der kompakten Größe der Sony RX100M2 einige Kompromisse eingehen. Der grösste Nachteil bei der M2 ist ganz einfach der Zoom. Mit einem 3,6fachen optischen Zoom kommt man nicht weit und das gleiche gilt auch umgekehrt bei Makroaufnahmen. Das Fokussieren einer Blume in Nahaufnahme kann ganz schnell zu einer Geduldsprobe werden. Außerdem ist das Display bei der M2 nicht schwenkbar, so das man sich selber sehen kann bei Selfies oder Videoaufnahmen für den Vlog. Die neueren Modelle ab der RX100M3 können dies und das wäre meine Kaufempfehlung hier.

Fazit

Meine Sony RX100M2 ist nicht mehr die jüngste Kamera, aber für mich wird sie noch einige Zeit ihre Arbeit machen. Meiner Meinung nach, muss es nicht immer das Neuste sein, was mit der besten Technik daherkommt. Vergleichbare Modelle zu der M2 sind von Canon z. B. die G7 & G9 Reihe.

Die Kamera von Sony ist ein absoluter Allrounder mit kleinen Kompromissen und ist seit 2015 mein fester Partner auf unseren Reisen. Eine grosse Spiegelreflex-Kamera ist für mich eine Belastung, weil sie schwer und groß ist. In Zukunft werde ich wohl zu der Sony RX100M2 noch eine Kamera kaufen, wo man die Objektive wechseln kann. In dieses Segment fallen z. B. die Sony Alpha 5000/6000 Serie oder von Canon die EOS M50/M100.

Mir gefällt die Bedienbarkeit bei den Sonykameras und die Qualität, wie sie verarbeitet sind und wäre ein Kaufargument für mich bei dieser Marke zu bleiben.

 

Kauftipp

Schaut auch auf dem Gebraucht-Markt, wenn Ihr an einer Kamera interessiert seit. Auch ich habe die Sony RX100M2 gebraucht gekauft. Wichtig ist nur, das die Kamera in einem guten Zustand ist und es keine Beschädigungen gibt an der Linse oder am Display. Testet die Kamera ausgiebig, bevor Ihr sie kauft und fragt ggf. nach einem Kaufbeleg. Vielleicht ist ja noch Garantie vorhanden und Ihr könnt sicher sein, das es keine Hehlerware ist.

 

Zum Schluss

Sicherlich gibt es noch andere Modelle und Marken auf dem Markt. Ihr könnt ja unter diesem Beitrag eure Meinung schreiben und einige Kameramodelle empfehlen. Freue mich gerne darüber und wenn Euch der Beitrag gefallen hat, könnt Ihr natürlich auch ein Feedback dazu geben.

Vielen Dank das Ihr diesen Beitrag gelesen habt.

Euer Andre´

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