Schweden Skandinavien

Wie du den Kungsleden „light“ schaffst

Der Kungsleden  in Schweden gehört mit einer Gesamtlänge von ca. 425 km zu den schönsten Wanderwegen der Welt. Von Hemavan im Süden von Lappland bis nach Abisko im hohen Norden kommen alle Wanderhungrigen und Outdoorliebhaber in den Genuss von unberührter Wildnis.

Der nördliche Abschnitt zwischen Abisko und Nikkaluokta ist mit einer Länge von 110 km der beliebteste Teil des Kungsleden bei den meisten Wanderern, die aus dem Ausland kommen und nicht soviel Zeit mitbringen, um den gesamten Kungsleden zu wandern.

Er führt außerdem an dem höchsten Berg von Schweden vorbei, dem Kebnekaise mit 2099 Metern. Wir nennen ihn den Kungsleden „light“!

Du erfährst hier nun, wie du am besten und am leichtesten, die 110 km des Kungsleden „light“ bewältigen kannst und was dich auf der Reise durch das Land der Sami erwartet.

Mit unseren hier niedergeschriebenen Tipps & Erfahrungen, wirst du gut für die Wanderung vorbereitet sein und du kannst sofort mit deiner Planung loslegen.

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Ein riesiges Dankeschön, Helene & André

Aussicht auf dem Kungsleden

Startpunkt

Die Wanderung startest du entweder in Abisko an der Riksgränsen zu Norwegen oder in Nikkaluokta, dass näher an der Stadt Kiruna liegt.

Wir sind von Abisko aus gestartet, wo man schnell noch in der Fjällstation (Bergstation) einkaufen kann, wenn man etwas vergessen hat. Auch Gaspatronen für den Kocher kann man dort erwerben, sowie Messer und sonstige Outdoorausrüstung.

Wenn du dich für Nikkaluokta als Startpunkt entscheiden solltest, dann empfehlen wir dir vorab in Kiruna die letzten Besorgungen zu machen. Als letzte Möglichkeit, bietet die Kebnekaise Fjällstation, ein kleines Sortiment an Ausrüstung.

 

Was dich erwartet

Die ersten Kilometer durch den Abiskonationalpark sowohl auch von Nikkaluokta begleiten dich ein dichter Birkenwald bevor du ins hohe Gebirge eintrittst.

Eventuell wirst du auf Wanderer treffen, die den Kungsleden von der anderen Seite her aus kommen und ihn nun bald beenden. Sie werden sichtlich erschöpft aussehen aber glücklich sein!

Frage sie ob es irgendwelche Probleme auf dem Weg oder an den Gebirgsstationen gab . So kannst du vorbereitet sein!

 

Tierwelten

Du wirst eventuell auf Rentiere, Alpenschneehühnern und Lemminge treffen, während deiner Wanderung. Diese Rentiere sind Nutztiere und gehören den Samis, dem Ureinwohnerfolk  Lapplands. Sie sind scheu und du wirst sie nur auf großen Abstand sehen, wenn sie ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Fressen nachgehen.

Die Alpenschneehühner sind da im Gegensatz nicht ganz so ängstlich. Lemminge sehen aus wie kleine Hamster und verstecken sich gerne unter den Holzplanken. Wenn du über diese hinwegwanderst, kann es passieren, das du einen kleinen Fellball ziemlich schnell verschwinden siehst.

Nach einigen gewanderten Kilometern, eröffnen sich hier im Kebnekaisefjäll für dich atemberaubende, alpine Gebirgspanoramen und saftig grüne Ebenen mit glasklaren Bächen. Schnell wirst du in eine Stille eintauchen, die im ersten Augenblick eventuell verwirrend erscheinen mag. Genieße es!

STF Kebnekaise Fjällstation

Auf dem Weg

Der Wanderweg ist gut zu finden und ist mit Farbmarkierungen und Schildern ausgeschildert. Zum Teil wanderst du über zwei schmale Holzplanken, die über sumpfartiges oder über unwegsames Gelände führen.

Am gesamten Kungsleden befinden sich im Tagesetappenabstand, die sogenannten Fjällstationen (Bergstationen) von STF (Svenska Turist Förening), an denen du, gegen eine Gebühr mit deinem Zelt übernachten kannst.

Die Nutzung von Toilette, Sauna und Küche sind im Preis inklusive. Wenn du kein Zelt hast, kannst du auch hier in einem einfachen Etagen-Bett, zusammen mit anderen Wanderern, mit deinem Schlafsack schlafen. Hierzu solltest du rechtzeitig vor deiner Reise beim STF anfragen und vorbuchen.

In Schweden gilt das Allemansrätten, dem Jedermannsrecht, was dir die Möglickeit auf dem Kungsleden gibt, fast überall dein Zelt in der Natur aufzuschlagen. Einzige Ausnahme ist der Abisko-Nationalpark. Dort musst du an den ausgewiesenen Zeltplätzen campieren.

 

Die Etappen

  • Abisko – Abiskojaure: 14 km
  • Abiskojaure – Alesjaure: 22 km
  • Alesjaure – Tjäktja: 13 km
  • Tjäktja – Sälka: 13 km
  • Sälka – Singi: 12 km
  • Singi – Kebnekaise: 15 km
  • Kebnekaise – Nikkaluokta: 19 km

Die Etappen sind die Abschnitte zwischen den Fjällstationen, an denen du vorbei wandern wirst. Die gesamte Strecke von 110 km sollte in 5-7 Tagen zu schaffen sein, wobei 7 Tage einem natürlich am meisten Zeit bieten, um die wilde Natur so richtig zu genießen.

Besser wären 8 Tage, falls man doch einen Tag mehr Pause machen möchte oder schlechtes Wetter einen zwingt, im Zelt zu bleiben. Wer gerne auf den Kebnekaise steigen möchte, von der Kebnekaise-Fjällstationen aus, der sollte noch einen Tag extra mit einrechnen.

Back to basic

Neben einem Plumpsklo, bieten einige Fjällstationen sogar eine Sauna, die aber nur mit Brennholz angeheizt wird. Das Holz dazu musst du evtl.  selber mit der Axt oder Säge spalten.

Zum duschen kippt man sich einen Eimer Wasser über den Kopf oder springt einfach in die kalten Flüsse oder Seen. Ansonsten ist das stinken in der Zeit im Fjäll aber OK.

Nimm ausreichend Bargeld mit, denn Kartenzahlung kann hier im Fjäll nicht garantiert werden. Es gibt keinen Strom und auch so gut wie kaum oder gar keinen Empfang mit dem Handy im Gebirge, so das es ratsam ist unbedingt eine Offline-Karte, einen Offline-Kompass und noch besser ein GPS mit einzupacken.

Wir nutzen das Garmin etrex30 schon seit Jahren und sind sehr damit zu frieden. Eine Fjällkartan (Gebirgskarte) gibt es z.B. vom schwedischen Lantmäteriet . Auf diesen sind alle Höhenlinien, Hütten, Stationen und Not-Telefone markiert. Perfekt zum Orientieren.

 

Sicherheit

Für kleiner Verletzungen sollte immer ein Erste Hilfe Kit mit im Rucksack sein. Blasenpflaster und eine Zeckenpinzette dürfen auch nicht fehlen. Mach dich vor der Wanderung mit den Grundlegenden Erste Hilfe Maßnahmen vertraut oder besuche einen Erste Hilfe Kurs beim Roten Kreuz in deiner Nähe.

Es wird immer empfohlen, sich bei jeder Fjällstation anzumelden und wieder abzumelden mit seinem nächstes Ziel. Dafür liegt immer ein Buch beim Hüttenwirt aus, in dem man sich einträgt. Außerdem solltest du jemandem Auskunft darüber geben, wo du dich gerade aufhältst und wann du dich bei denjenigen melden wirst nach deiner Wanderung. Nach diesem Tag „X“ kann die Person deines Vertrauens dann 112 anrufen, dich als vermisst angeben und Auskunft darüber geben, wo du dich gerade aufhältst.

 

Eine Safety-App

Seit 2017 gibt es in Schweden eine App (auf Englisch) für das Smartphone, wo man seine Wanderungsetappen plant und mit Freunden teilt. Im Notfall kann man ein Signal schlagen und die Bergrettung rückt zu dir raus, um dich zu suchen. www.fjallsakerhetsappen.se

Schutzhütte

Esel oder Leichtgewicht

Um die Lust beim Wandern nicht zu verlieren, ist aus unserer Sicht beim Packen des Rucksackes wichtig, sich auf das Notwendigste zu beschränken. Ein 20 kg schwerer Rucksack macht keine Freude. Versuche jeden Ausrüstungsgegenstand infrage zu stellen, bevor er in den Rucksack kommt.

Wir hatten z.B. Wanderstöcke dabei, aber sie nie wirklich benutzt. Seitdem bleiben sie zu Hause.

Wer Gewicht sparen möchte, hierzu helfen dir im Internet Seiten wie www.ultraleicht-trekking.com oder aber auch Bücher zum Thema Ultraleichwandern, wie das von Stefan Dapprich.

Wanderst du mit Freunden oder sogar mit einem Hund, kann man die Ausrüstung aufteilen. Für die Gruppe reicht z.B ein Kochset und evtl. ein großes Zelt anstatt mehrer Kleine.

Das Ziel sollte sein, dass du nicht mehr als 15 kg (mit Wasser und Essen) auf dem Rücken hast. Hunde können ihr Futter  z.B. selbst tragen, mit einem pratischen Rucksack für Hunde.

 

Fotoausrüstung

Wer nicht gerade ein Foto-Profi ist, sollte seine Spiegelreflexkamera zu Hause lassen und sein Smartphone nutzen oder auf eine kleine kompakte Kamera ausweichen. Eine DSLR mit verschidenen Objektiven und Extra-Batterien ist einfach viel zu schwer und kostet zuviel Kraft.

Lest dazu auch gerne unseren Blog-Beitrag „Die leichte Kamera“

Was mitnehmen?

Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände unserer Meinung nach für eine entspannte Wanderung sind der Rucksack, Wanderschuhe, Schlafsack, Iso-Matte, Zelt, Regenkleidung, ein Kocher mit Topf und gute Kleidung.

Der Rucksack muss gut an deinen Körper angepasst sein und wenn es geht, sollte er selber auch schon selbst nicht zu schwer sein, wie z.B. der Exped AG Thunder 50L.

Wir haben selbst einen Exped und können den auf jeden Fall für dich empfehlen. Stabile und qualitativ gute Modelle gibt es auch von Fjällräven oder Osprey, sind aber schwerer.

Die Marke ist aber nicht entscheidend, sondern das der Rucksack gut zu dir passt, sowie deine Wanderschuhe.

Unsere alten und schweren Rucksäcke

Körpersachen

Gute Wanderschuhe gibt es unserer Meinung nach von HanWag und von Meindl. Die haben sich über die Jahre immer bewährt. Laufe die Wanderschuhe vorher ein paar Wochen ein, bevor du dich auf große Tour begibst, um Blasen später zu vermeiden.

In den Schuhen sollten gute Strümpfe, wie die von Smartwool, nicht fehlen. Auch diese tragen wir selber und hatten selten eine Blase am Fuß. Sie sorgen für Stabilität und sind an den kritischen Stellen extra verstärkt.

Die für uns besten Hosen sind die Fjällräven Barents Pro mit ihren vielen Taschen und hoher Strapazierfähigkeit bei Outdooraktivitäten. Wenn es mal etwas kälter wird, nutzen wir gerne die Funktionskleidung von Woolpower oder Aclima aus Merinowolle.

Merino-Wolle hat den Vorteil, das sie gut isoliert, nicht auf der Haut kratzt , transportiert Feuchtigkeit, ist antistatisch, riecht nicht, ist leicht und behält ihre Passform bzw. knittert kaum.

Schlafzeug

Schlafsack und Iso-Matte sind für einen erholsamen Schlaf für dich wichtig. Du willst ja nicht frieren in der Nacht und dadurch um deinen Schlaf gebracht werden.

Die Iso-Matte schützt dich nicht nur vor der Bodenkälte, sondern soll Bodenunebenheiten ausgleichen bzw. eine weiche Unterlage bieten. Der Markt ist voll mit selbst aufblasbaren Matten und super teuren Marken.

Wir haben festgestellt, dass eine Matte, wie z.B. die Thermarest Z-Lite völlig ausreichend ist bei Wanderungen. Sie wird gefaltet anstatt gerollt und auf den Rucksack befestigt. Wenn man zwischedurch eine Pause macht, kann man sie ganz schnell als perfekte Sitzunterlage nutzen.

 

Behausung

Beim Zelt scheiden sich die Geister. Einige kommen mit einer 0815 Unterkunft vom Discounter zurecht und Andere brauchen eine Highend-Hundehütte von Hilleberg. Wir sind bei unserer ersten Wanderung auf dem Kungsleden mit einem 0815 Zelt ausgekommen, aber ehrlich gesagt, würden wir das nie mehr so machen.

Wer viel wandert, sollte sich überlegen, ein qualitativ hochwertiges Zelt anzuschaffen. Diese Investition zahlt sich aus und so ein Zelt hält bei guter Pflege sehr lange. Ein Zelt muss starken Regen aushalten ohne das es durchtropft und es muss sehr starke Winde aushalten können.

Wir haben ein Tunnelzelt von Fjällräven Abisko Lightweigt 3, was für zwei Personen und Ausrüstung ausreichend Platz bietet.

Fjällräven Zelt

Nützliches

Zusätzlich kommen noch praktische Utensilien wie eine Trinkflasche, ein scharfes Messer, ein Becher für Tee oder Kaffee und ein Löffel zum Essen. Weiteres Geschirr und Besteck benötigst du übrigens nicht, solltest du ausschließlich Trockenmahlzeiten aus Tüten zu dir nehmen.

Wenn du Essen in einem Topf zubereitest, kannst du auch direkt daraus essen. Teller sind unnötig, wenn man alleine wandert oder zu zweit ist.

Zum Kochen anwenden wir einen MSR Pocket Rocket. Klein leicht und zuverlässig, auch im Einsatz bei starkem Wind. Das Kochen mit Gas ist immer sauber und die Hitze ist regulierbar und außerdem wirst du auf dem Kungsleden kaum eine Möglichkeit finden, Feuer zu machen, weil du kein Holz finden wirst.

MSR Rocket

Empfohlene Packliste
  • 1x Trekkingrucksack
  • 1x Zelt
  • 1x Schlafsack
  • 1x Isomatte
  • 1x Gaskocher mit Kartusche
  • 1x Trinkflasche
  • 1x Wanderschuhe
  • 1x leichte Flipflops
  • 1x Regenponcho
  • 1x Windjacke
  • 1x Fleecejacke
  • 3x T-Shirts
  • 1x Multifunktionskleidung
  • 1x Wanderhose
  • 3x Paar Wandersocken
  • 1x Mütze und 1x Paar Handschuhe
  • 5x Unterwäsche
  • 1x Trinkbecher
  • 1x Löffel/Göffel (Kombination aus Gabel & Löffel)
  • 1x Messer
  • 1x Stirnlampe (nicht nötig Juni,Juli)
  • 1x Microfaser-Handtuch
  • 1x Zahnbürste und -pasta
  • 1x Sonnencreme
  • 1x Outdoorseife
  • 1x Erste-Hilfe Pack
  • 1x Kompass,Karte,GPS
  • 1x Smartphone
  • 1x Kompaktkamera
  • Essen & Snacks
  • Dokumente, Medikamente

Verpflegung

Du kommst immer wieder an sauberen Wasserquellen vorbei und kannst dich jederzeit mit frischem Trinkwasser versorgen – wodurch du beim Wandern natürlich viel an Gewicht sparen kannst (Wir hatten immer max. ein Liter Wasser bei uns).

Man sollte es vermeiden von stillstehenden Gewässern zu trinken, sondern immer Wasser von fließenden Bächen oder Flüssen, entnehmen  – ein Wasserfilter ist hier überflüssig, denn das Wasser ist sehr sauber hier.

Du solltest alle deine geplanten Wandertage mit Essen vorab planen – sprich Frühstück, Mittagessen und Abendessen für jeden einzelnen Tag. Die Fjällstationen sind zwar zum Teil bewirtschaftet, das Essen ist aber sehr teuer und in den kleinen Shops muss nicht immer alles vorhanden sein.

Am besten eignen sich trockene Gerichte, wie Pasta, Couscous, Reis, Müsli, Knäckebrot usw. Verzichte auf frische Früchte oder Gemüse, denn das nimmt zuviel Platz weg und wiegt sehr viel. Außerdem wird es im Rucksack zerdrückt und ist dann nicht mehr essbar.

Früchte und Gemüse kann man getrocknet kaufen oder man kann selber dörren. Bücher gibt es massenweise z.B. bei Amazon zu diesem Thema, wenn du das machen möchtest.

Du kannst auch ganz auf gefriergetrocknete Outdoornahrung in Tüten zurückgreifen und diese nur mit heißem Wasser aufgießen. Der Nachteil ist, dass diese Produkte in der Regel sehr teuer sind, selten gut schmecken und man spart nicht wirklich Gewicht dabei.

Wir haben es selber getestet und mussten feststellen, das alleine die Aluminium-Verpackung schwerer ist, als ein Zip-Beutel, den man mehrmals wiederverwenden kann.

DIY

Wer sich ein wenig Mühe gibt, der kann vor der Reise, selbst ganz einfach Tagesrationen in Zip-Beuteln mischen. Das spart dann auch noch die einzelnen Verpackungen und du hast weniger Müll auf der Wanderung.

Im Topf wird das Gericht dann mit heißem Wasser aufgekocht und fertig ist die warme Mahlzeit. Für das Müsli kann man ganz einfach Milchpulver mit untermischen. Selbst Ei gibt es in Pulverform!

Wir sind der Meinung, dass die Mahlzeiten zu einer der wichtigsten Rituale beim Wandern gehört. Das Zubereiten einer Mahlzeit, ist Beschäftigung und Vorfreude zugleich. Die Ernährung unterwegs, soll dir die  nötige Energie liefern und daher ist es auch wichtig, dass du Gerichte planst mit viel Energie.

Zusätzlich kannst du deine Energiedepots im Körper mit Energieriegel zwischendurch auffüllen. Wir sind keine Freunde von den überteuerten Sportbars mit Protein usw., denn die schmecken scheußlich! Besser sind unserer Meinung nach sogenannte RAW-Bars ohne künstliche Zusatzstoffe und natürlich gutem Geschmack. Die kann man übrigens auch selber machen.

Beste Zeit für den Kungsleden

Der Kungsleden befindet sich hoch im Norden, über dem Polarkreis, in Schweden. Die Sommermonate Juli und August eignen sich am besten zum Wandern, aber auch der September kann noch sehr schön sein. Im Juni kann noch Schnee im Hochland liegen, was das Wandern dann erschwert und die Schneeschmelze die kleinen Bäche zu großen Flüssen entstehen lässt.

Im Sommer gibt es 24 Stunden Tageslicht, was den Vorteil hat keinen Stress zu haben, wenn es um einen Schlafplatz zu finden. Der Nachteil im Sommer ist allerdings das es viele Mücken oder die Knottar (Kriebelmücken) gibt, die gerade an windstillen Tagen richtig nerven können. Nehmt Anti-Mückenzeug mit oder besser noch eine Moskitohaube für den Kopf. Sieht zwar doof aus, aber schützt ungemein!

Was außerdem gegen Mücken helfen kann, haben wir bereits in einem anderen Blog-Beitrag bereits beschrieben. Klicke hier

Kebnekaise-Fjäll

Das Wetter

Sommerwetter von über 30°C, kann man am Polarkreis nicht erwarten. Hier fühlt sich der Sommer eher an wie ein guter Frühling oder Herbst in Deutschland. Im Durchschnitt wird es tagsüber nicht viel wärmer als 15°C und Nachts können die Temperaturen bis um den Gefrierpunkt sinken.

Wir hatten bei unserer Wanderung einige Tage mit 20°C, was natürlich sehr schön war. Nachts wurden es dann 5°C.

Das Wetter kann oftmals schlagartig wechseln und hier ist ein guter Regen – und Wärmeschutz vonnöten. Vermeide es, das deine Kleidung nass wird, denn dies kann in Verbindung mit Wind zu einer Unterkühlung deines Körpers führen.

Wir empfehlen Ponchos anstatt Regenhose und Regenjacke, weil hier kannst du wieder Gewicht sparen. In der Hocke sitzend, hast du einen optimalen rundum Schutz vor Regen.

 

Anreise

Zug

Von Stockholm ist man in ca. 17 Stunden mit dem Nachtzug in Kiruna oder in 18,5 Stunden in Abisko. Wer frühzeitig seine Reise bucht, der kann bereits ein Bett im Schlafwagen günstig ergattern. Nach Stockholm kann man von Deutschland aus über Kopenhagen mit dem Zug anreisen.

Den Zug von Stockholm nach Kiruna (Abisko) buchst du hier: www.sj.se

Flugzeug

Im Sommer fliegen täglich von Stockholm Arlanda die Flugzeuge von der schwedischen Airline SAS nach Kiruna. Die Preise variieren zwischen 200€  &  500€( für Hin- und Rückflug).  Wer günstig fliegen will, sollte also rechtzeitig ein Ticket buchen.

Den Flug buchst du hier: www.flysas.com oder bei Momondo.de

Bus

Vom Flughafen Kiruna aus fährt die Linje 91 der Länstrafiken Norrbotten täglich um 14:15 Uhr ab und fährt über Kiruna Stadt direkt nach Abisko. Um 06:50 Uhr täglich vom Bussbahnhof in Kiruna. Den aktuellen Fahrplan findet ihr hier

Wer vom Flughafen Kiruna in die Stadt will, nimmt den Flygbuss. Der Flygbuss richtet sich nach den Ankunfts- und Abflugszeiten der Flüge, du wirst also immer einen passenden Anschluss finden. Die Fahrt dauert ca. 20 min. und kostet ca. € 11,- (110 SEK/Einzelfahrt). Die Abfahrtszeiten vom Bus findest du hier: www.horvalls.se

Wer von Kiruna nach Nikkaluokta (oder umgekehrt) reisen möchte, kann den Bus von „Nikkaluokta Expressen“ nutzen, der 2x täglich zwischen den beiden Orten pendelt. Die Fahrt dauert 1,5 Stunden und kostet ca. 20 € (200 SEK/Einzelfahrt). Wer sein Ticket online kauft, kann sogar noch € 5,- sparen. Die Abfahrtszeiten vom Bus findest du hier: www.nikkaluoktaexpressen.se

Taxi

Am Flughafen findest du auch ein Taxi, das dich überall hinbringt. Eine einfache Fahrt nach Kiruna kostet ungefähr 36€ (360 SEK).

Wir hoffen, das wir dir mit diesen Tipps und Ratschlägen weiterhelfen konnten. Dies sind unsere Erfahrungen von der Wanderung auf dem Kungsleden „light“ und sonstigen Outdoorerlebnissen und du wirst, deine Eigenen bei dieser Wanderung über das Kebnekaisefjäll in Lappland sammeln.

Wenn du kaum Erfahrung hast, dann teste vorher deine Ausrüstung und trainiere das Wandern. Für den Kungsleden solltest du außerdem eine gute Grund-Fitness haben.

Wenn du noch Fragen hast, dann kannst du uns gerne diese unten im Kommentarfeld stellen. Wir freuen uns auch gerne, wenn du uns von deiner Wanderung über den Kungsleden hier  kurz berichtest.

 

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Vielen Dank für Dein Interesse

Med vänlig hälsning!

Helene & Andre

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neo30880Kathrin Recent comment authors
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Kathrin
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Super Beitrag mit vielen tollen Tipps! Echt hilfreich! Wenn das bei mir mit dem Kungsleben mal konkreter wird, schaue ich auf jeden Fall nochmal bei euch vorbei!