Dänemark

Der Tod in der Sanddüne

Es gibt manchmal Orte auf dieser Welt, wo du dich fragst, warum habe ich diese nicht schon viel früher entdeckt?

Und wenn Du einmal dort bist, dann willst du nie wieder weg. So ging es uns, als wir im letzten Sommer in Dänemark waren und diese fantastische Landschaft kennengelernt haben.

Dänemark hat ganz viel Sand. Goldenen und feinen Sand, lange Strände, Sanddünen die wandern und alles was in ihnen in den Weg kommt verschlingen.

Wenn du den ersten Teil dieser Serie noch nicht kennst, dann klicke hier auf „Skagen-Hier küssen sich die Meere“.

Sanddüne – Råbjerg Mile

Über 2 Quadratkilometer und 3,5 Millionen Kubikmeter Sand! Mit Höhen von bis zu 40 Metern ist die Sanddüne Råbjerg Mile ein enormes Prachtexemplar und die größte Wanderdüne Europas. Hättest du das gedacht? Wir auch nicht.

Die Wanderdüne wandert jährlich 15-20 Meter in Richtung Osten und das bedeutet, das Sie in 100-200 Jahren die Küste des Kattegat erreicht und im Meer verschwindet.

„Die Karawane zieht weiter“

Wenn Du an einem warmen Sommertag, durch den Sand hinauf auf die Råbjerg Mile gehst, dann hast Du hast Gefühl, als wärst Du in der Wüste Sahara. Einzig die Kamele der Nomaden fehlen um dieses Bild perfekt zu machen.

Auf den höchsten Gipfeln der Sandberge, hast Du eine fantastische rundum Aussicht auf die Düne. Im Westen siehst du die Nordsee und im Osten den Kattegat (Ostsee).

Aussicht auf die Nordsee

Riesige Sandmassen die Wandern

Tilsandede Kirke

Circa 4 km südlich von Skagen, steht die Kirche St.Laurentius. Oder besser gesagt, was von ihr Übrig ist.

Die Kirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts auf Wiesen und Feldern, für die Bewohner von Skagen, errichtet. Doch nicht für die Ewigkeit, wie es sich nach einigen Jahrhunderten herausstellen sollte.

„Von Sand gefressen“

Die sich unaufhaltsam, durch die Landschaft von Skagen bewegenden Sanddünen, verschluckten langsam das Kirchengebäude und musste immer wieder mühsam freigeschaufelt werden.

Am Ende des 18. Jahrhunderts, wurde das Hauptschiff der Kirche  dann abgerissen und der Rest des christlichen Gebäude´s  der Natur überlassen. Nur der Turm blieb bis heute erhalten und wurde zwischenzeitlich sogar als Seezeichen genutzt.

Der eigentliche Kirchen-Boden der St. Laurentius liegt heute ca. 4 Meter unter dem Sand vergraben. Du kannst auf den Turm des Lost Places durch einen schmalen Treppenaufgang klettern und die Aussicht über die Umgebung von Skagen genießen.

Die versandete Kirche

Eine gern genutzte Fotolocation

Rubjerg Knude

Beeil Dich, wenn du diesen außergewöhnlichen Leuchtturm noch sehen möchtest. In einigen Jahren ist der Rubjerg Knude, wie er genannt wird, im Meer verschwunden.

Warum?

Der Leuchtturm ist, sowie die Tilsandede Kirke ein Opfer des sich bewegenden Sandes in Dänemark. Er steht auf einer wandernden Sanddüne direkt an der Steilküste, die gleichzeitig vom rauen Meeresklima Stück für Stück abgetragen wird. Erxperten glauben, das Rubjerg Knude zwischen 2020 und 2023 ins Meer fallen wird.

„Zum Tode geweiht“

Rubjerg Knude wurde 1968 aufgegeben, weil die Sandmassen die Anlage rund um den Leuchtturm regelrecht gefangen genommen haben. Nun steht der Turm einsam an der West-Steilküste bei Lönstrup inmitten von einer Wanderdüne und wartet auf sein Schicksal.

Doch bis dahin ist der sogenannte Lost-Place sehr beeindruckend und es fehlen wieder einmal, nur die Kamele um den Eindruck zu haben, das man auch hier irgendwo in der Wüste steht.

Tipp von uns: Festes Schuhwerk mitnehmen. Am Turm liegt viel Schrott und Steine!

Rubjerg Knude in der Sanddüne

Ziegel-Reste am Leuchtturm

Aussicht durch ein Fenster

Wie lange steht Rubjerg Knude noch?

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