Kultobjekt

Ausschlachtung eines Kultobjektes

Haben wir uns da zuviel vorgenommen mit dem Camping-Bus oder ist es der Beginn eines einzigartigen Abenteuers?

Diese Frage und viele andere Zweifel stellten sich für uns im Nachhinein ein, nachdem wir angefangen haben, den Bulli von seinen losen Teilen im Innenraum zu entkernen.

„The Rolling Home“

Dennoch war die Motivation stärker, sich seinen Traum von einem rollenden Zuhause für den Urlaub viel stärker, als einfach aufzugeben.

Unsere Fantasie ging mit uns schon seit Monaten durch und nun war der Tag gekommen, an dem  wir endlich anfangen konnten, uns diesen Traum zu verwirklichen.

Erste große Schritte

Wo fängt man bei einem Bulli Ausbau zu einem Camping-Bus eigentlich an? Im Grunde musste erst einmal Alles raus, was wir in Zukunft nicht mehr brauchen werden.

Da es aber sinnvoll ist, das Lenkrad, die Schaltung und die Pedalen für Gas, Bremse und Kupplung zu behalten, lag unserer Fokus auf den hinteren Bereich des Bulli´s. Logisch!

Der Bus ist offiziell eine Caravelle gewesen und hatte zwei Bankreihen mit insgesamt 5 Sitzplätzen im hinterem Bereich, zwischen B & C-Säule, verbaut. Die staubigen und kaputten Reihen mussten also demontiert werden.

„Bankdrücker?“

Die erste Bankreihe war an schwarzen ca. 5 cm breiten Metall-Leisten befestigt, die wiederum am Karosserieboden verschraubt waren.

Das lösen der dicken Sechskantschrauben am Boden war zwar etwas mühselig, aber dann doch kein großer Akt mit dem richtigem Werkzeug. Die vordere Reihe konnte nun an einem Stück ganz leicht aus dem Bus befördert werden.

Die hintere Bank war nur an der Schräge zum Motorraum hinten befestigt und stellte keine grosse Herausforderung für uns dar. Etwas leichter vom Gewicht war sie auch noch und in zwei Teile.

Camping-Bus

Hinterer Bereich des Bulli´s

Camping-Bus

Lösen von Schrauben

Camping-Bus

Wie auf Schienen geht es aus dem Bus

Hartnäckige Versicherung

Da die Sitzbänke nicht mehr gebraucht wurden, benötigten wir die dazugehörigen Sicherheitsgurte auch nicht mehr. Hinten sollte nämlich keiner mehr während der Fahrt sitzen. Der Camping-Bus hat bald ein Rock and Roll-Bed.

Die Befestigungsschrauben an der Innenkarosserie für die Gurte stellten sich aber als sehr hartnäckig heraus. Super fest und schwer heraus zu drehen.

Wir haben vergessen zu zählen, aber es waren bestimmt 10 solcher dicken Schrauben an denen wir ordentlich Schweiß gelassen haben.

Aber nun waren diese auch entfernt und wir bis hierher sehr zufrieden mit uns und dem Bus.

„Gib Gummi“

Auf dem Boden des Bulli´s befand sich noch eine grosse schwarze und verdammt schwere Gummimatte (Schmutzmatte), die natürlich auch raus flog.

Unter dieser Matte erwarteten wir eigentlich eine böse Überraschung aus Rost oder Ähnlichem, aber bis auf die Gebrauchsspuren aus den letzten 30 Jahren, war Alles in einem sehr guten Zustand.

Für Bulli Fans auf Redbubble

Rettet die Clips

Im nächsten Schritt des Ausschlachtung-Projektes sollten nun die 6 Seitenverkleidung, die an den Innenwände des Busses einen wohnlicheren Eindruck vermitteln sollten, entfernt werden.

Auch hier erwarteten wir wieder einmal das Schlimmste. Nämlich Rost oder andere Unannehmlichkeiten!

Die Verkleidung sind mit sogenannten Plastik-Clips in den dafür fertig gebohrte Löchern der Karosserie befestigt. Eigentlich ein simples System, aber nicht wenn man diese entfernen will.

Schnelles und gewaltsames herausziehen resultiert zu kaputten Clips.

„Take it easy“

Mit großer Vorsicht und Geduld versuchten wir alle Clips zu retten um nicht extra welche kaufen zu müssen. Aber es passierte wie es passieren sollte und es gingen zahlreiche Clips kaputt. Also neu kaufen!

Bestellen kann man diese Clips im Internet oder direkt bei Volkswagen.

Camping-Bus

Sitzen fest drin die Clips

Camping-Bus

Neue Clips kann man im Internet finden

Die Verkleidungen selbst, sind aus dünnem Holz und waren mit grauem Kunstleder bezogen, dass seine besten Tage auch schon hinter sich hatte.

Dieses Kunstleder konnten wir leicht abziehen und die Holzverkleidung stand nackt in der Garage so wie Volkswagen sie erschuf.

Hinter der Verkleidung befand sich die blanke Karosserie des zukünftigen Camping-Bus und wir konnten zum Glück keine weiteren negativen Entdeckungen machen, was das Thema Rost angeht.

Der Bulli war also weiterhin in einem super Zustand, aber nur das was die Karosserie angeht. Aber dazu später mehr.

Die Seitenverkleidung wurden nun an die Seite gepackt, weil wir noch überlegen mussten, was wir mit diesen machen werden. Behalten oder Neue zusägen?

Klangloses Finale

Weiter hatten wir nicht viel mehr, was raus musste, bis auf die Verkleidung an den vorderen Türen. Hier mussten wir zuerst die Griffe, Fensterkurbel und die Lautsprecher entfernen um die Verkleidung abnehmen zu können.

Die Lautsprecherboxen für das Radio wanderten direkt auf den Müll, weil sie so aussahen, als würde dort nicht mal mehr ein Knistern herauskommen. Die Membranen waren nicht mehr dort wo sie sein sollten und Kabel gab es auch keine mehr.

„Wir sind keine Profi´s“

Und damit stand der Bulli mit einem ausgeschlachteten Innenraum da. Zumindest hinten herum.

Klingt nicht viel, aber es war ein Haufen Arbeit, bei dem fast ein ganzer Tag drauf ging.

Alleine das lösen der Schrauben & Klipps war anstrengend und man geht sehr langsam vor beim demontieren. Man ist ja kein Profi und will auch nichts leichtsinnig beschädigen.

Positiv anzumerken ist aber auch, das wir kein Rost gefunden haben. Toi toi toi!

Camping-Bus

Da klingt nix mehr – Beifahrer Tür

Camping-Bus

Seiten Tür

Camping-Bus

Camping-Bus von Hinten

Camping-Bus

Nur noch die Heizung steht

Nächstes mal wird es warm

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Beim nächsten mal werden wir mit der Isolierung des Bulli´s anfangen. Eine gute Isolierung kann nämlich vor Kälte schützen & auch gegen Wärme. Der Campingbus soll uns ja auch schützen.

Wir hoffen, dich beim nächsten mal hier wieder zu sehen.

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